Eidgenössische Volksinitiative

„Berufliche Vorsorge – Arbeit statt Armut“

   

1. Die Tatsache ist, dass die Beiträge der 2. Säule in der Regel 18% vom Lohn ausmachen. Für die über 55 und mehr wirkt es sich wie eine Sanktion und benachteiligend auf dem Arbeitsmarkt, umso mehr, da die Beiträge für jüngere Mitarbeiter deutlich niedriger sind.

2. Diese Sanktion führt vor allem bei den Senioren bei Strukturmassnahmen zu Entlassungen, denn die Arbeitgeber sind auf Kostensenkungen ausgerichtet.

3. Nach der Entlassung haben die angeblich älteren Arbeitssuchenden mit dem aktuellen System der beruflichen Vorsorge praktisch kein Argument zum Ausgleich der Mehrkosten.

4. Die Initative richtet sich im Wesentlichen auf die Abschaffung der negativen Wirkung des bisherigen geltenden BVG-Systems. Sie macht es im Allgemeinen auf dem Prinzip der Gerechtigkeit, so dass der Gesetzgeber und die Sozialpartner alle ihre Kompetenzen und Verantwortungen behalten.

5. Dieses Prinzip würde der oben genannten Sanktion/Benachteiligung ein Ende setzen, welche sich ansonsten im sozialen Bereich wie eine Bombe auswirken würde. Mit dem zu frühen Abbruch der beruflichen Laufbahn fühlen sich die Betroffenen aus der Gesellschaft ausgeschlossen, und es würde auch ein Konflikt zwischen den Generationen auslösen.

6. Die Initatoren sind sich bewusst, dass ein Einzeltarif, unabhängig vom Alter, wahrscheinlich zu Beginn der beruflichen Laufbahn zu höheren Beiträgen führen würde, vor allem bei den relativen Werten. In absoluten Zahlen zeigen die informellen Projektionen jedoch, dass die Beträge, um die es geht (einige Dutzend Franken pro Monat bei üblicher Vergütung), in einem vernünftigen Rahmen bleiben.

7. Es gibt ansonsten einen zweiten gerechten Vorschlag, nämlich zur 2. Säule beizutragen, sobald die 1. Säule beginnt. Somit würden die Raten (und damit die Beiträge) verringert. Für Pensionskassen wird damit das Prinzip eines BVG mit Kapitalisierung gestärkt, ohne dass weitere Bearbeitungskosten anfallen, da sie bereits Risikobeiträge (Tod und Invalidität) abziehen.

8. Der Hauptvorschlag basiert auf einer Logik, auf die sich keine andere diskutierte alternative Massnahme stützen kann (Arbeitsmarktmassnahmen, Coaching durch Beraterinnen und Berater, einheimische Präferenz, Altersgrenzen-Verbot in den Anzeigen, Verlängerung der Kündigungsfrist etc.)

9. Für Arbeitgeber und Pensionskassen wird der Wegfall der Altersstaffelung die Beitragsberechnung erleichtern. Das ist rationalisierend mit Reduktion der Behandlungskosten.

 

 Argumentarium Workfair 50+ Initiativkomitee

Eidgenössische Volksinitiative

„Berufliche Vorsorge – Arbeit statt Armut“

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Bundesverfassung Art. 113. Abs. 3bis

 

Für die Bemessung der Altersgutschriften gilt für alle Versicherten unabhängig vom Alter der gleiche Ansatz. Erwerbstätige Personen sind ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig.

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Gemäss dem CS Sorgenbarometer 2017 sind für je 44% der Schweizer Bevölkerung die Sorge um die Arbeitslosigkeit und die der Altersarmut die grössten Herausforderungen in unserem Land!

 

Ein linearer PK-Satz im BVG!

 

  • Gegen die Altersdiskrimierung und den Austausch von 50+ auf dem Arbeitsmarkt durch jüngere, günstigere Fachkräfte!
  • Gegen die Arbeitslosigkeit und Aussteuerung von 50+ wegen zu hoher Lohn Nebenkosten durch progressive PK-Sätze ab 45!
  • Gegen die Altersarmut und Ausgrenzung von 50+ aus dem Schweizer Binnenmarkt, sowie Verluste von Kaufkraft und Wertschöpfung im eigenen Land!
  • Gegen die Abwälzung und Aufstockung von 50+ in die Sozialhilfe und das Verursachen von Kosten in Millionenhöhe für die Kantone, die Gemeinden und für den Steuerzahler für Unterhalt, Krankheitspflege, Alterswohnen!
  • Gegen die Abschiebung und das Abdriften von 50+ in die Sozialhilfe durch den vorzeitigen BVG Bezug und dem Vermögensverzehr!
  • Gegen den Absturz und die Alternativlosigkeit von 50+ durch eine fehlende ALV II ab 55 und einem fehlenden Zwischenverdienst-Modell in der Sozialhilfe, für viele oft die Endstation!
  • Gegen den Aderlass und Abbau von 50+ in Bezug auf wertvolles Wissen und Erfahrung. Ein gesunder Mix aus Jugend und Routine sichert langfristig den Unternehmenserfolg!
  • Gegen das Ausbildungsdefizit und Angebotsdefizit von 50+ während der RAV-Rahmenfrist sowie die fehlenden Anreize für Unternehmen, wieder mehr 50+ einzustellen!

 

Helfen Sie uns helfen!

 

  • Zwischen 2005-2016 betrug der Anstieg von 50+ in der Sozialhilfe 62% - von 34‘000 auf 55‘000 Betroffene!
  • Zwischen 2005-2016 stiegen die Sozialhilfeausgaben von 1.755 Milliarden CHF auf 2.722 Milliarden CHF – ein Plus von 55%!
  • 2016 ist jeder 5 Sozialhilfebezüger 50+!
  • 2016 finden nur 13.7% der 50+ nach ihrer Aussteuerung wieder den Anschluss an den 1. Arbeitsmarkt!
  • Zwischen 2005-2016 wurden ca. 360‘000 Menschen ausgesteuert – dies entspricht 10x einem ausverkauften St. Jakobspark Stadion in Basel oder der Bevölkerung der Stadt Zürich!

 

 

Werden Sie als Betroffener für CHF 10.- Mitglied von Workfair 50+ und unterstützen Sie uns beim Lobbyaufbau 50+ in der Gesellschaft!

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